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Geschäftsentwicklung

Eingänge
Erledigungen
Vollstreckungen

Der Geschäftsbericht 2011 der Staatsanwaltschaft Bremen beruht auf den vom Niedersächsischen Landesamt für Statistik ermittelten Daten.

Eingänge

Der für das Geschäftsjahr 2010 im Vorjahresvergleich registrierte Rückgang neu eingegangener Ermittlungsverfahren gegen ermittelte Tatverdächtige (‚Js-Verfahren’) um 1,7% auf 57.550 Eingänge hat sich fortgesetzt. Im Geschäftsjahr 2011 ist die Zahl der Neueingänge auf 56.589 gesunken. Dies bedeutete erneut einen um 1,7% gesunkenen Arbeitsanfall. Die Zahl der Beschuldigten in diesen Verfahren ist im Vorjahresvergleich ebenfalls von 66.963 auf 65.845 (- 1,67%) gesunken. Eine Zunahme ist bei den Verfahren gegen unbekannte Täter (+ 6,5%) und bei den Ordnungswidrigkeitsverfahren (+ 5,36%) zu verzeichnen.

Erledigungen

Es konnten insgesamt 56.815 Ermittlungsverfahren abgeschlossen werden. Gemessen vom Zeitpunkt des Eingangs in der Staatsanwaltschaft bis zur Erledigung durch Staatsanwältinnen / Staatsanwälte und Amtsanwältinnen / Amtsanwälte wurden 65,6% der Verfahren binnen eines Monats, 13,4% binnen zwei Monaten, 6,3% binnen drei Monaten und 7,4% binnen sechs Monaten abgeschlossen. Die durchschnittliche Dauer aller im Jahr 2011 abgeschlossenen Ermittlungsverfahren betrug 1,8 Monate (Vorjahr: 1,7 Monate).

Die Zahl der Anklagen, die wegen schwerwiegender Straftaten beim Landgericht Bremen zu erheben waren, ist im Vergleich zum Jahr 2010 zurückgegangen. So stagnierte die Zahl der Anklagen zum Schwurgericht zwar bei 12, die Zahl der Anklagen zur Großen Strafkammer sank aber von 78 auf 64, während in acht Verfahren Anklagen zur Jugendkammer (Vorjahr: 9) erhoben wurden.
Es wurden 1.624 (Vorjahr: 1.777) Anklagen beim Jugendgericht und 3.541 (Vorjahr: 3.831) Anklagen beim Amtsgericht erhoben.
Gesunken unter den Anklagen und Anträgen der Staatsanwaltschaft bei den Strafgerichten sind mit 7.488 Fällen (Vorjahr 7.798) auch die Zahl der Strafbefehlsanträge, die in aller Regel erlassen und akzeptiert werden und eine Hauptverhandlung entbehrlich machen.

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Vollstreckungen

Gegen insgesamt 14.061 Personen (Vorjahr: 14.173 Personen) wurden von der Staatsanwaltschaft im Geschäftsjahr 2011 Strafvollstreckungsverfahren eingeleitet. Dabei handelte es sich in 212 Fällen (Vorjahr: 221 Fälle) um die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung und in 779 Fällen (Vorjahr: 755 Fälle) um die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe mit Bewährung. Gegenstand der übrigen Verfahren war die Vollstreckung von Geldstrafen.